Headerbild

Tag der Hauswirtschaft

Blinde Kuh

Am Montag, 24.März 2014, durften unsere Kochgruppen einen Ausflug nach Zürich machen. Anstelle des normalen Hauswirtschaftsunterrichts fuhren wir mit Bus, Zug und Tram nach Zürich ins Restaurant „Blinde Kuh“. Dies ist kein normales Restaurant. Die Kellnerinnen und Kellner sind blind und der Esssaal ist stockdunkel.

Im Restaurant angekommen, informierte uns die Frau beim Eingang, wie es ablaufen wird. Schon da waren wir ein bisschen nervös. Wir mussten uns in Gruppen aufteilen, denn es hatte verschieden grosse Tische. Dann wurden wir gruppenweise hineingeführt. Nun war unser Tisch an der Reihe. Wir hielten uns hintereinander an den Schultern fest und die Kellnerin führte uns in den Speisesaal. Unsere Nervosität stieg noch mehr an. Wir gingen langsam durch einen ersten Vorhang. Dort hatte es Dämmerlicht, so dass sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen konnten. Dann wurden wir durch den zweiten Vorhang geführt. Dort befanden wir uns in völliger Finsternis. Das war für uns eine starke Erfahrung, denn erst jetzt wurde uns wirklich bewusst, wie Blinde leben müssen.

Jeder von uns wurde von der blinden Kellnerin an seinen Platz geführt. Unsere Hände zitterten und wir fragten uns, warum wir uns das angetan hatten. Die Kellnerin war sehr freundlich und verständnisvoll, und sie nahm uns immer mehr unsere Angst. Es ging nicht lange, da wurden uns zuerst die Getränke, dann die Spaghetti aufgetischt.

Wir durften uns selber einschenken, damit wir spüren konnten, wie die Blinden das machen müssen. Es war schwierig für uns. Doch blind zu essen war noch schwieriger. Wir wussten nicht, wie viel es noch im Teller übrig hatte, und wann wir fertig waren. Anschliessend kam der Nachtisch. Wir bekamen eine Kugel Aprikosenglacé in einem Glas serviert. Nachdem wir alle fertig waren, freuten wir uns, wieder hinausgeführt zu werden.

Es war für uns sehr eindrücklich und wir sind sehr froh, dass wir so etwas erleben durften, denn es war eine Erfahrung wert. So machten wir uns nachdenklich auf den Heimweg.

Luana, Elina, Mathilda Klasse 3a