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Energiestadt Gaiserwald - Sonderwoche der 2. Oberstufe 2015

Solar-/Photovoltaikanlage

auf dem Dach der neuen Trunhalle

in der Schulanlage Grund


Am Montagmorgen hatten wir in der Schule eine kurze Einführung in das Thema Energie. Wir lernten etwas über verschiedene Energieformen, wie zum Beispiel die Atomenergie.

 

Wir erfuhren, wie ein Atomkraftwerk aufgebaut ist und wie es funktioniert. Zudem lernten wir die Vor- und Nachteile der Kernenergie kennen.

 

Der Vorteil ist, dass viel Energie mit wenig Aufwand gewonnen werden kann und zudem wenig Kohlenstoffdioxid erzeugt wird.

 

Als Energiequelle in Atomanlagen wird Uran eingesetzt. Uran ist aber selbst ein knapper Rohstoff. Wenn ein AKW abgesetzt wird, entsteht viel radioaktiver Abfall, für den es eigentlich keinen geeigneten Entsorgungsort gibt und deshalb kann er nur vorübergehend deponiert werden.

 

Sehr interessant fanden wir zu sehen, in welchen Teilen der Welt es viele Atomkraftwerke gibt und wie lange es dauert, bis die radioaktiven Abfälle ungefährlich sind.

 

Am Nachmittag durften wir etwas über die Energiepolitik der Gemeinde Gaiserwald erfahren. Herr Schwitter, Gemeinderat in Gaiserwald, hielt uns einen Vortrag über die „Energiestadt Gaiserwald“. Darin erklärte er uns, welche Vorkehrungen notwendig sind, um dieses Zertifikat zu erhalten. Danach hatten wir noch eine interessante Führung im Schulhaus Grund über die Photovolltaik- und die Solaranlagen.

Von Noelle & Tamara

Fernwärme in Engelburg

Am Dienstag fuhren wir gemeinsam nach Engelburg, um etwas über die Fernwärme zu erfahren. Als wir ankamen, erwartete uns schon Herr Reto Schnider. Wir bestaunten zuerst die zwei Öfen, in denen Holzschnitzel verbrannt werden. Dieses Holz nennt man Altholz, d.h. das ist Holz, das schon gebraucht wurde. Herr Schnider führte uns in den Raum, wo das Wasser erhitzt wird. Dieses Wasser wir bis zu 90 Grad erhitzt. Der Wärmeverbund Engelburg versorgt das ganze Industriegebiet Breitschachen und vereinzelte Häuser von Engelburg mit heissem Wasser.

Frédéric Lehmann

 

 

 


Grafik

Das Label und seine Ansprüche

Die Gemeinde Gaiserwald ist im März 2002 erstmalig mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet worden.

 

Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen einige Kriterien erfüllt werden, nämlich: Entwicklungsplanung und Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Kommunikation und Kooperation, interne Organisation. Bei jeder Kategorie, die kontrolliert wird, erhält man Punkte. Wenn man über 50% aller Punkte erreicht hat, dann bekommt man das Label für 4 Jahre. Von Jahr zu Jahr wird es immer schwieriger ein Label zu erhalten, da die Ansprüche höher werden. Schon zum 3. Mal haben wir das Label erhalten.

 

Label Energiestadt


Die Merkmale der Energiestadt

ÖV in Gaiserwald

Gut erschlossener ÖV in Gaiserwald


Die Energiestadt zeichnet sich durch den Bau von Solaranlagen, Photovoltaikanlagen, etc. aus. Auch werden alte Häuser renoviert und instand gehalten.

 

Doch zusätzlich kontrollieren die Verantwortlichen die Menge des Energie -/ Wasser-/ Gasverbrauchs. Dies können sie über bestimmte Messgeräte ablesen und sofort eingreifen, wenn etwas höher als der Normalwert ist. Sie müssen auch den Strassenraum gut gestalten und verschönern Räume zu bestimmten Anlässen. Die Strassenbeleuchtung konsumiert sehr viel Strom, deswegen tauscht man die Glühbirnen durch stromsparende LED’s aus.

 

Damit nicht alle Leute nur mit Autos herumfahren, wird der ÖV weiter ausgebaut. Man baut mehrere Fahrradwege und Fusswege, damit mehr Leute mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs sind.

Fernwärme

Holzschnitzel

Holzschnitzel zur Verbrennung

bei der Firma Schnider


Das Ziel der Bevölkerung ist es, dass fossile Energie, die zur Entstehung des CO2 beiträgt, durch erneuerbare Energie ersetzt wird. Die Fernwärme reduziert den Anteil an CO2, der bei der Heizung freigesetzt wird, da Gas und Öl nicht erneuerbar sind.

 

Sie zerkleinern zuerst das Altholz durch Maschinen und verbrennen die entstandenen Splitter. Das gewaltige Feuer, welches im Ofen tobt, erhitzt das Wasser, welches durch Pumpen und Leitungen in Engelburg in die Haushalte transportiert wird und somit das Haus heizen. Doch auch bei der Verbrennung von Altholz wird CO2 freigesetzt. Die Verbrennung von Bäumen und Holz ist jedoch nicht so tragisch, da bei der Verbrennung von Bäumen nie mehr CO2 entsteht, als die Bäume aufgenommen haben. Somit bleibt die Verbrennung von Bäumen neutral und es entsteht kein neues CO2.

Minergie

Minergie-Label

Minergie-Label


Minergie ist ein Qualitätslabel für neue Häuser. Das Ziel ist, dass man weniger Energie verbraucht. Die Wege dazu sind vielfältig. Der Hausbau ist jedoch teurer, aber dafür spart man später an Stromkosten und es ist umweltfreundlicher. Damit ein Minergie-Haus auch wirklich ein Minergie-Haus ist, muss es eine Qualitätskontrolle bestehen.

Timo und Vanja