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Grund-Skilager in Engelberg – oder: Hobbylos geht anders

Dieses Jahr feierte das Skilager Grund eine Art Jubiläum, fand es doch zum fünften Mal in Engelberg statt! Und auch dieses Lager bot allerhand Überraschungen. Dank des zuvorkommenden Carchauffeurs ging das Einräumen rassig vonstatten, sodass der Car gut gefüllt mit Kindern und Gepäck um 08.18 Uhr Richtung Engelberg davonbrausen konnte. Die Fahrt mit kurzer Pause verging wie im Flug und bald hiess es: Alle Mann und Frau in eine Kolonne stehen und Gepäck ausladen! Alles half mit vereinten Kräften und schon standen Skis und Koffer in Reih und Glied an der Hauswand. Nachdem alles verstaut und eingeräumt war und sich alle Kinder verköstigt hatten, ging es das erste Mal auf die Piste. Nur war die Frage, ob es Skifahren war oder wohl eher Wasserskifahren? Denn die Temperatur war frühlingshaft mild und es regnete beinahe. Aber die tapferen Skirennfahrer-und fahrerinnen liessen sich nicht beirren und kurvten munter drauflos - die Anfänger etwas gemächlicher, doch genauso voller Elan wie die anderen. Nach den leckeren Penne mit Tomatensauce zum Znacht fand der Lottoabend statt. Die Kinder hörten vor lauter Mitfiebern fast die Zahlen nicht; trotzdem waren die grosszügigen Preise bald verteilt. Zu schnell war der Abend vorüber und Jungs und Mädchen wurden in die Betten geschickt - das hiess aber nicht, dass es ruhig wurde! Noch lange wurde rege diskutiert und verhandelt, doch irgendwann kehrte Ruhe ein.

 

Der zweite Tag versprach wettertechnisch nicht besser zu werden wie der Montag. Dennoch wagte sich alles auf die Piste. Die Bilanz des Tages war durchzogen, denn dank des stockdicken Nebels konnten die Skihasen ihren Hör-und Tastsinn auf die Probe stellen, da der Weg fast ertastet werden musste! Der Schnee, der ohne Pause vom Himmel fiel, machte eventuelle Stürze dafür etwas weicher. Am Abend stand dann "das Supertalent" auf dem Plan. Vorgeführt wurden zauberhafte Zaubernummern, Tanzeinlagen, herzzerreissende Songs und lustig erzählte Witze. Die Darbietungen kamen gut an und alle, die teilgenommen hatten, wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Nach den Vorführungen machte sich die ganze Mannschaft fast freiwillig auf, um in die bequemen Betten zu schlüpfen. Schon bald kehrte Ruhe ein - ob der Tag im Nebel wohl doch anstrengend war?

 

Der dritte Tag zeigte sich von der besten Seite - stahlblauer Himmel, milde Temperaturen und ein grandioses Panorama verleiteten fast schon zum Sünnele! Doch das Fahren auf den Pisten war dann doch verlockender und so kurvte alles freudig rauf und runter. Am Abend waren die Kinder wiederum entsprechend müde. Da kam die Theaterimprovisation gerade gelegen. 30 Begriffe wurden in lustige Theaterstücke integriert -diejenige Gruppe, welche die meisten Begriffe benutzte, gewann. So endete der dritte Tag auf unterhaltsame Weise und die Nachtruhe kehrte noch schneller ein als am Abend zuvor. Am Donnerstag war das Wetter viel schöner, als der Wetterbericht angekündigt hatte und so zog es die Jungs und Mädchen samt Leitern nochmals auf die Piste, um den Tag voll auszukosten. Der Nebel, der am Nachmittag jedoch aufzog, vertrieb schlussendlich dann auch die unentwegtesten, aber nicht deren gute Laune. Und so endete der letzte Abend mit feinen Getränken zum Nachtessen und einer rassigen Disco (mit Popcorn!), die von den 6. Klässlern organisiert wurde. Und schon wünschten sich die Kinder ein letztes Mal gute Nacht und süsse Träume!

 

Viel zu früh hiess es dann am Freitag dafür: Aufstehen und Betten abziehen! Nach dem Frühstück brachten alle Kinder ihre Koffer und Taschen vors Haus und schlüpften das letzte Mal in diesem Lager in ihre Skihosen um bei Schneegestöber nochmals die Pisten hinunter zu kurven. Ein heiteres Jungenquartett blieb zurück und sorgte für ein blitzblankes Lagerhaus. Nach dem Lunch packten alle mit an und verstauten Gepäck und Skis im Caranhänger. Um 13.30 winkten Jungs und Mädchen dem Haus ein letztes Mal zu und der Carchauffeur machte sich auf den Weg nach Abtwil. Am späteren Nachmittag fuhr der Car unter freudigem Hallo auf den Kiesplatz, sehnlichst erwartet von den Eltern. Das Auspacken ging zügig voran und kurze Zeit nach der Ankunft riefen sich die Kinder ihre Lieblingssprüche von diesem Skilager zu: "Hey Alte, gömmer nöchscht Jahr wieder is Lager?" Und die einstimmige Antwort darauf lautete: "Jo eh!!!"